Zero Waste Shopping rund um Hamburg-Eppendorf

Veröffentlicht am Autor Luise2 Kommentare

Viele denken, dass man nur mit einem Unverpackt-Laden in der Nähe Zero Waste leben kann. Wir glauben nicht, dass das stimmt. Daher wollten wir einmal testen, wie viele Läden sich allein in einem kleinen Ausschnitt von Hamburg befinden, die einen Teil ihres Sortiments unverpackt anbieten. Wir waren rund um den Hamburger Stadtteil Eppendorf unterwegs und haben tatsächlich viel mehr gefunden, als vorher gedacht.

Angefangen haben wir unsere Tour beim Biosupermarkt Erdkorn. Wir hatten schon gehört, dass es dort eine kleine Ecke mit losen Waren in Bulk Bins geben soll, waren dann aber doch überrascht, wie viele Produkte tatsächlich unverpackt angeboten werden. Hier gibt es diverse Sorten Reis, Getreide, Nudeln, Hülsenfrüchte, Müsli, Nüsse und vor allem auch eine beeindruckende Auswahl an Süßigkeiten! Außerdem findet man hier auch Butter, die nur in Pergamentpapier verpackt ist. Für die losen Produkte werden Papiertüten und Gläser bereitgestellt. Man kann die Sachen aber auch in mitgebrachte Behältnisse abfüllen, muss diese nur vorher am Brottresen abwiegen lassen.

 

 

Gleich um die Ecke, auf dem Marie-Jonas-Platz, findet dreimal in der Woche ein Öko-Wochenmarkt statt. Hier findet man nicht nur alles, was es auf einem normalen Wochenmarkt gibt, sondern auch Ausgefalleneres wie einen Stand mit verschiedenen frischen Nudelsorten. In der Regel hat man hier keine Probleme, sich auch Käse und Fleisch in mitgebrachte Behältnisse abfüllen zu lassen. Zudem haben wir sogar einen Stand gefunden, der Quark und Saure Sahne im Pfandglas anbietet.

 

 

Viele denken wahrscheinlich, dass man größtenteils auf Süßigkeiten verzichten muss, wenn man ausschließlich verpackungsfreie Lebensmittel kauft. Wir haben einen tollen Laden gefunden, der das Gegenteil beweist. Schokovida ist eine kleine Schokoladenmanufaktur, die kreative Schokokreationen anbietet. Das ist natürlich nicht ganz günstig, aber wir versuchen sowieso nicht so oft zu Naschen und wenn, dann qualitativ hochwertige Sachen. Die Schokoladen und Pralinen in eigene Behältnisse eingepackt zu bekommen, ist überhaupt kein Problem, da die Produkte sowieso zuerst auf einem genormten Tablett abgewogen werden.

 

 

Danach bogen wir kurz in den Eppendorfer Baum ab, um uns die dortige Filiale der Speicherstadt Kaffeerösterei anzuschauen. Dort gibt es eine große Auswahl an frisch gerösteten Kaffees, unter anderem auch in Bioqualität und von kleinbäuerlichen Erzeugern. Den Kaffee kann man sich ohne Probleme in seine eigene Kaffeedose abfüllen lassen, das Gewicht wird vorher abgezogen.

 

 

 

Ein richtiges Highlight haben wir im Lehmweg entdeckt – den Laden Feinabfüllung. Hier gibt es diverse Spirituosen wie Liköre, Whisky, Rum, Weine oder Obstbrände aber auch Öl- und Essigspezialitäten. Alle Produkte werden direkt abgefüllt, entweder in vor Ort erworbene Gläser oder auch in mitgebrachte Flaschen. Bei eigenen Gefäßen sollte nur möglichst das Fassungsvermögen ersichtlich sein (z.B. halber oder ein Liter).

 

Biegt man in den Eppendorfer Weg ein, kommt man an einer ganzen Reihe von Second Hand Läden vorbei. Hier wird jeder fündig: Im 42 Plus gibt es Second Hand Mode in Übergrößen, direkt daneben wird Kinderkleidung und -spielzeug verkauft und ein Stück weiter findet man in der Wechelstube gut erhaltene Designermode.

      

 

Der letzte Stop auf unserer Erkundungstour war Burg’s Tee & Kaffeeladen. Hier gibt es so viele verschiedene Tees, dass das Aussuchen der richtigen Sorte zur Herausforderung wird. Die losen Teeblätter werden hier ohne Probleme in mitgebrachte Teedosen abgefüllt.

 

Unser Fazit dieser Shoppingtour: wer mit offenen Augen durch die Nachbarschaft läuft, findet viel mehr Zero Waste Einkaufsmöglichkeiten als vermutet! Wir sind auf jeden Fall zufrieden mit unseren Entdeckungen. Falls ihr noch weitere Möglichkeiten auf dieser Ecke kennt, unverpackt einzukaufen, freuen wir uns über eure Kommentare.
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2 Kommentare zu Zero Waste Shopping rund um Hamburg-Eppendorf

  1. Noch ein Tipp: das Reformhaus in der Eppendorfer Landstraße bietet Oliven in Öl (schwarz oder grün) an der Theke an. Die Mitarbeiter füllen sie einem auf Nachfrage gern in ein mitgebrachtes Glas ab, das vorher gewogen wird.

    Ansonsten kann ich nur bestätigen: auf dem Öko-Markt sind die Verkäufer sehr entgegen kommend, ob es nun der Salat ist der in die eigene Dose soll oder die frischen Nudeln. Auch beim Käsemann gibt’s nie Probleme.
    Weiter so!

  2. Auch in Ottensen kann man – neben Stückgut – in weiteren Läden unverpackt einkaufen: Der Käsestand auf dem Wochenmarkt macht mit. Bei Klaus Kröger kann man Kaffee oder Tee ins eigene Behältnis füllen lassen. Im Mercado kaufen wir Oliven oder Cremes am Türkischen Spezialitäten Stand Arkadas und lassen uns die Ware ins Glas füllen. Auch der Geflügelhof Schönecke hat nichts gegen mitgebrachte Dosen. Gestern waren wir beim Fischhandel Hagenah, die haben das ebenfalls unterstützt. Man muss es einfach ausprobieren und die Verkäufer ansprechen.

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