DIY Body Bars

Veröffentlicht am Autor Luise15 Kommentare

Viele kennen wahrscheinlich Lush als Quelle von verpackungs- und plastikfreier Kosmetika. Nachdem ich mich intensiver mit dem Unternehmen auseinandergesetzt habe, musste ich aber leider feststellen, dass Lush auf Grund diverser Meldungen über schlechte Behandlung von Mitarbeitern und die Nutzung fragwürdiger Inhaltsstoffe (Tenside auf Erdöl-Basis) für mich keine Alternative mehr ist.

Also blieb mir eigentlich nur eins übrig, um meine geliebten Body Bars zu ersetzen: Selbermachen!

Für alle, die nicht wissen, was Body Bars sind: hierbei handelt es sich im Prinzip um Bodylotion in fester Form. Erst bei Kontakt mit der Haut schmelzen sie durch die Körperwärme und hinterlassen so einen cremigen Film auf der Haut.

Body Bars können ganz einfach und sehr günstig mit nur drei Zutaten selber hergestellt werden.

Für vier große Body Bars braucht man:

  • 120g Bienenwachs
  • 120g Sheabutter
  • 120g Kokosöl
  • einige Tropfen ätherisches Öl nach Bedarf

  schuesselnzutaten

Bienenwachs bekommt man mittlerweile in einigen Unverpackt-Läden in Pastillenform. Ich habe auch gute Erfahrungen mit Bienenwachs von Hobbyimkern gemacht, das ich ganz lokal über Ebay Kleinanzeigen bezogen habe. Veganer können das Bienenwachs auch durch das pflanzliche Carnaubawachs ersetzen – da ich damit keine Erfahrung habe, kann es aber sein, dass man dann noch etwas mit dem Mischverhältnis rumexperimentieren muss.

Auch Sheabutter habe ich schon in einigen Unverpackt-Läden gesehen. Zudem habe ich sie auch in einem Onlineshop im Glas gefunden (http://www.hinterauer.info/shop/Sheabutter-Bio). Anstelle von Sheabutter kann man auch andere Pflanzenfette wie Kakao- oder Mangobutter benutzen.

Kokosöl ist wahrscheinlich die einfachste Zutat. Dieses gibt es mittlerweile eigentlich in fast jedem Supermarkt im Glas zu kaufen.

Wer mag kann für den Geruch noch einige Tropfen ätherisches Öl dazugeben, das ist aber kein Muss. Ich mag beispielsweise Düfte wie Bergamotte ganz gern, aber das ist Geschmackssache.

bodybarschmelzen

Kommen wir nun zur Herstellung. Zuerst schmilzt man das Bienenwachs in einem Topf über einem heißen Wasserbad. Sobald das Wachs flüssig ist, gibt man die Sheabutter und das Kokosöl hinzu. Achtet darauf, das Ganze nicht zu stark zu erhitzen, wenn Öle über ihren Rauchpunkt hinaus erhitzt werden, können sie ihre positiven Eigenschaften verlieren. Wenn sich alles zu einer homogenen Flüssigkeit verbunden hat, kann man nach Bedarf einige Tropfen ätherisches Öl hinzugeben. Da ätherische Öle sehr intensiv sind, empfiehlt es sich, erstmal mit 2-3 Tropfen anzufangen und die Menge langsam zu steigern, bis die gewünschte Geruchsintensität erreicht ist.

Die flüssige Masse füllt man dann in eine Silikonform und lässt das ganze 2-3 Stunden im Kühlschrank aushärten.

bodybarform

Da es relativ schwierig ist, die Reste der Wachs-Fett-Mischung rückstandslos aus dem Topf zu bekommen (am besten mit kochendem Wasser ausgießen), sollte man idealerweise einen Topf nehmen, in dem man auch in Zukunft Body Bars und andere Kosmetik auf der Basis von Fetten und/oder Wachs herstellen möchte.

Die fertigen Body Bars können in der Regel bei Raumtemperatur gelagert werden. Im Hochsommer sollte man aber gegebenfalls wieder auf den Kühlschrank ausweichen, da sie bei hohen Temperaturen anfangen, flüssig zu werden.

bodybars

Ein weiterer Vorteil gegenüber Body Bars von Lush ist definitiv auch der Preis. 100g kosten nur etwa 1,85 Euro. Ein vergleichbares Produkt kann bei Lush um die 20 Euro kosten!

 

Verlosung (abgelaufen)

Schreibt uns entweder hier oder auf unserer Facebookseite (facebook.com/trashlesssociety), was eure liebste Zero Waste Kosmetik ist. Unter allen Kommentaren verlosen wir einen selbstgemachten Body Bar. Teilnahmeschluss ist Mittwoch, 19. Oktober 2016, 23:59 Uhr.

bodybar-verlosung

15 Kommentare zu DIY Body Bars

  1. Body Butter mit Sheabutter, Kokosöl, Mandelöl und einigen Tropfen ätherischen Öls, derzeit mein Favorit Neroli vom letzten Besuch aus Marrakesh mitgebracht

  2. Vielen Dank für eure interessanten Kommentare. Das ein oder andere werden wir sicher bald einmal ausprobieren! Gewonnen hat Simone, die auf Facebook kommentiert hat.

    • Hallo Susi,
      wir haben es selbst noch nicht mit Mangobutter statt Sheabutter ausprobiert, würden aber davon ausgehen, dass das mit den gleichen Mengenverhältnissen funktionieren sollte.
      Viele Grüße
      Christoph

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.