Leihen, Tauschen, Schenken

Veröffentlicht am Autor Luise

Leihen, Tauschen, Schenken – das sind Prinzipien der Sharing Economy, die wir wieder viel mehr in unserem Leben anwenden sollten. Jeder Neukauf eines Alltagsgegenstandes verursacht den Verbrauch von Ressourcen und Energie. Daher sollten wir uns mal fragen, ob wirklich jeder einzelne von uns eine Bohrmaschine, ein Raclette oder eine Leiter im Keller rumliegen haben sollte, die vielleicht einmal im Jahr in Gebrauch sind oder ob dies nicht Sachen sind, die wir als Gesellschaft miteinander teilen können.

Was es in diesem Zusammenhang alles für Optionen gibt, haben wir euch einmal in diesem Beitrag zusammengestellt. Auch wenn wir unseren Schwerpunkt naturgemäß auf Hamburg legen, lassen sich all diese Einrichtungen natürlich auch in anderen Städten und Regionen Deutschlands finden.

Leihen

Bibliotheken:

Als Kind war ich in meiner Heimatstadt viel in der örtlichen Bibliothek. Sei es, um mir meine heißgeliebten Indianerbücher auszuleihen oder zusammen mit meinen Klassenkameraden den Nachmittag mit den neuesten Brettspielen zu verbringen. Danach geriet die Bibliothek – abgesehen von der Fachbibliothek während meines Studiums – eher in Vergessenheit. Erst seitdem wir im Zuge unserer Umstellung auf ein Zero Waste Leben nur noch die Dinge neu produziert kaufen wollen, die wir wirklich dringend benötigen und nicht gebraucht bekommen können, habe ich den Hamburger Bücherhallen schon den ein oder anderen Besuch abgestattet.

Hier gibt es wirklich alles: Bücher, Zeitschriften, Filme, Musik, Spiele, Noten, ja selbst Musikinstrumente kann man sich ausleihen. Ergänzt wird das Angebot durch eine ganze Reihe von e-Medien. Sollte ein Buch, das man unbedingt lesen möchte, noch nicht im Katalog vorhanden sein, kann man auch einen Anschaffungsvorschlag an die Bücherhallen schicken.

bibliotheksbuecher

Der Jahresbeitrag beträgt 45 Euro, junge Leute unter 27 und Berechtigte für eine Ermäßigung (Schüler, Studenten, Arbeitslose etc.) bezahlen nur 20 Euro. Die Standorte der Bücherhallen Hamburg sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt.

Verleihläden:

Verleihläden habe in der Regel ein breites Angebot an Dingen, die der Durchschnittsmensch maximal ein paar Mal im Jahr oder weniger braucht. Dementsprechend lohnt es sich kaum, diese Dinge selber zu besitzen. Die Leihgaben werden gegen eine Gebühr für einen oder auch mehrere Tage verliehen. Dies können beispielweise Werkzeuge, Zelte, Bollerwagen, Karaokemaschinen, Bierbänke oder Raclette-Sets sein. In Hamburg gibt es beispielsweise die Lifethek in Altona und Lieber Leihen in Lokstedt.

LifeThek

© LifeThek

Eine weitere Anlaufstelle vor allem für Werkzeuge sind die örtlichen Baumärkte. Dort können Bohrmaschinen, Schleifgeräte, Leitern und viele andere Sachen gegen Gebühr und Kaution entliehen werden.

(Ver-)Leihen in der Nachbarschaft:

Portale wie frents oder nebenan versuchen seit einiger Zeit vermehrt, den Austausch in Nachbarschaften zu stärken. Vor allem frents legt dabei den Fokus auf das Leihen und Verleihen von Alltagsgegenständen unter Nachbarn. Aber auch ohne Online-Portale kann man seinen Nachbarn zeigen, was man so zu verleihen hat. So hat der Schweizer Verein Pumpipumpe ein Sticker-Set entwickelt, mit dem genau das möglich ist. Bestellen kann man die Sticker in Deutschland beispielsweise bei Monomeer.

 

Tauschen

Kleidertauschparty:

Kleidertauschpartys sind nicht nur ökologisch gesehen sinnvoll, weil die ausrangierten Kleidungsstücke noch einen neuen Abnehmer finden und somit nicht im Müll landen und man selber vielleicht auch noch ein neues Lieblingsteil findet, statt sich etwas Neues zu kaufen, sondern machen auch noch richtig Spaß. Die Veranstaltungen sind oft begleitet von Rahmenvorträgen und Kaffee- und Kuchenbuffetts. In der Regel können die Teilnehmer bis zu 10 Teile mitbringen und gegen andere Kleidungsstücke eintauschen. Was am Ende keinen neuen Besitzer findet wird entweder an eine wohltätige Organisation gespendet oder als Grundstock für die nächste Veranstaltung aufbewahrt.

kleidertausch

Auf unserer Facebook-Seite informieren wir euch regelmäßig über anstehende Kleidertauschpartys.

Foodsharing:

Seit einigen Jahren können Privatpersonen, Händler oder auch Produzenten über die Plattform Foodsharing Lebensmittel kostenlos anbieten oder abholen, die sonst im Müll gelandet wären. Bei den 15 Millionen Tonnen Lebensmitteln, die allein in Deutschland jedes Jahr weggeworfen werden, ist dies auch dringend nötig! Die Lebensmittel können entweder an öffentlichen „Fair-Teilern“ abgelegt oder als sogenannter Essenskorb im Internet angeboten werden. Allein in Hamburg lassen sich 16 Fair-Teiler finden.

 

Schenken

Free your stuff:

Mittlerweile gibt es auf Facebook für viele Städte und Regionen sogenannte „Free your Stuff“ Gruppen. Dort kann man einstellen, was man verschenken möchte oder nach Gegenständen fragen, die man selber braucht. Alles ist kostenlos und durch die Regionalität können die verschenkten Dinge unkompliziert ihren Besitzer wechseln.

freeyourstuff

Ebay Kleinanzeigen:

Nach dem gleichen Prinzip wie Free your Stuff arbeitet auch die „zu verschenken“ Rubrik bei ebay Kleinanzeigen. Dort werden jeden Tag unzählige Möbel, Klamotten, Bücher und Haushaltsgeräte kostenlos angeboten.

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